GENIE UND GLÜCK - im neuen SPIEGEL

Toll, was Matthias Matussek da wieder abgeliefert hat. Direkt aus diesen läppischen Krömer-Untiefen heraus in so ein Thema, so einen Text, einzusteigen und da durchzumarschieren mit einer Erzählfreude und Schlauheit, das man nur mit offnem Maul staunen kann - welche Edelfeder in Deutschland kann das noch?
Vielleicht gerade noch Nils Minkmar, aber der ist hier nicht so im Thema wie Matussek. Und wie sanft Matthias davon erzählt, wie Goethe die Tränen kamen, als er an einer Jagdhüttenwand seine eigenen Bleistiftspuren von "Über allen Gipfeln ..." wiederentdeckt - das ist doch einfach großartig.
Der Safranski (über dessen Goethebuch schreibt Matussek) müsste Matthias doch eigentlich die Füße waschen vor Dankbarkeit.
Und dann möchte man mal so einem Krömer über dem Artikel sehen. Unangreifbar. Eigentlich kann doch einer wie Matussek nebenbei machen was er will. Sogar jemanden wie Krömer vor laufenden Kameras niederstrecken von mir aus ...
Und ich habe nun schon wieder überhaupt keinen Bock mehr, überhaupt noch Irgendwas zu schreiben. Keine Zeile. Wie mag die Spiegel-Redaktion reagieren, wenn ihnen so etwas reinflattert?
Und diese urkomische Facebook-Absolution am Ende. ja, ich wäre für eine Sekunde fast wieder eingetreten, nur um wie Goethe an meinem "Ich" zu basteln via Social Media.
Große Verneigung Matthias!
Alexander Wallasch - 28. Aug, 19:45